Louis Vuitton vor dem China-Aus? Das war ein teurer Fehler!
Shownotes
Heute gibt es eine interessante Geschichte in Verbindung mit einem Rechtsstreit der französischen Luxuskette LVMH in China. Was uns dieser Fall über die Besonderheiten der chinesischen Gesellschaft verrät, erkläre ich dir in der Episode.
Erwähnte Namen:
- LVMH (in der Folge einfach 'Louis Vuitton' genannt
- Molly Tea (茉莉奶白, Mòlì Nǎibái)
- Baoxiang-Blume: traditionelles Blumenmuster der chinesischen Kunst, das aus Elementen von Lotus, Chrysantheme und Pfingstrose zusammengesetzt ist
- Guochao: „nationale Welle“ oder „nationaler Trend“
- Chagee (霸王茶姬, Bàwáng Chájī)
- Dior
► Hier kannst Du mein neues Buch bei Amazon vorbestellen: Das eine China Buch: Was man über China wirklich wissen muss : https://amzn.to/4xwDpPE
► Hier kannst du dich kostenlos für meine neue Plattform C2I-Express (App + Report) anmelden: https://china2invest.webflow.io/express
► Hier kannst Du meinen YouTube-Kanal abonnieren: https://www.youtube.com/china2invest
► Folge mir gerne auch auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ericnebe/
Über eine positive Bewertung und ein Abo auf deiner Podcast-App würde ich mich sehr freuen und natürlich ebenso, wenn du meinen Podcast weiterempfiehlst.
Die verwendete Musik wurde unter AudioJungle - Royalty Free Music & Audio lizensiert. Urheber: Alexiaction.
Hinweis: Aus rechtlichen Gründen darf ich keine individuelle Einzelberatung geben. Alle Beiträge auf diesem Kanal spiegeln lediglich meine eigene Meinung wider und stellen keinerlei Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags war der Autor, Eric Nebe, in folgenden der besprochenen Finanzinstrumente selbst investiert: Chagee. Geplante Änderungen: Keine. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Transparenzhinweis zum Umgang mit Interessenskonflikten: Sie bitte unserem Transparenzhinweis zum Umgang mit Interessenskonflikten: https://www.china2invest.de/transparenz-und-rechtshinweise
Transkript anzeigen
00:00:05: Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Episode meines Podcasts.
00:00:10: China Calling, Huanying Nimen Lai.
00:00:15: Ja heute eine interessante Geschichte beziehungsweise am Ende sind sogar zwei aber eine ganz besonders im Fokus die viel erzählt über die chinesische Markenwelt über auch rechte Kulturgeschichte wie das alles manchmal aufeinander trifft und warum es gar nicht so einfach ist manchmal zu sagen wer hat den überhaupt recht?
00:00:33: Also heute Markenrecht.
00:00:34: und wenn wir bei markengerecht in China sprechen, denken viele wahrscheinlich immer noch an die Schlagzeilen, die vor zehn zwanzig Jahren absolut legitim waren.
00:00:42: Das ist vor allem das China eben viel fälscht dass jetzt Handtaschen sind oder Logos oder ja ganz unternehmen manchmal und dass man natürlich der Unfass bei viel kopiert.
00:00:52: Und ich gebe zu, die ersten Mal als ich zum Beispiel in China war in Shanghai, da gab es sogar so eine Underground Mall... Ich weiß gar nicht ob sie noch gibt!
00:00:59: Habe ich jetzt ganz recherchiert?
00:01:00: Wahrscheinlich nicht mehr.
00:01:02: Also ne U-Bahnstation, da war im Prinzip eine ganze Untergrundfläche nur reserviert für eben gefechte Produkte.
00:01:10: Das waren fast schon einen Touristenmagneten Highlight.
00:01:12: Ich weiß garnicht ob die Locals da auch alle hin sind.
00:01:14: also das ist natürlich in China schon immer ein riesen Ding.
00:01:19: Ja, ist das natürlich etwas was China auch prägt und irgendwo heraus macht.
00:01:23: Und wenn du in Asien unterwegs bist... alle Produkte, die irgendwo auftauchen, die möglicherweise nicht ganz markenrechtlich legal sind.
00:01:32: Die kommen immer aus China!
00:01:33: Also wenn ihr irgendwelchen Mist auf eurem Vietnam-Trip oder Thailand Urlaub kauft, das kommt auch aus China und ich war in Kuala Lumpur.
00:01:40: dem Letzte hat an Pritte gesagt, ach ja, kaufe jetzt hier noch Uhren.
00:01:43: Ich sag welche Uhren?
00:01:44: Ja, hier gibt es richtig gute Fälschungen also da regnet man natürlich von...die kosten auch mehrere Hundert Euro als Fälschung und die kosten mehrere Tausend Zehntausende als Originale.
00:01:52: Das sagt er ja, wenn man sich der auskennt Okay, muss jeder selbst wissen ist nicht meins aber ich will das auch nicht irgendwie anderen Mardik machen.
00:02:00: Aber China hat eben das jahrelang geprägt, will jetzt aber ein bisschen weg davon aus verschiedenen Gründen und sie haben jetzt am XXI.
00:02:09: Juni einen Gesetz verabschiedet und dort ganz klar formuliert wie Sie sich das in Zukunft vorstellen.
00:02:15: und es ist interessant weil das auch jetzt in Zusammenhang mit einem Urteil steht dass gerade gefällt wurde und zwar geht es um weiteste Sinne Luxus und Milchtee.
00:02:24: Wie passt das zusammen?
00:02:26: Das in wenigen Minuten jetzt erst mal ganz kurz zu dem Hintergrund, was dort eigentlich geändert wurde um dann auch auf den Fall eingehen zu können, was sozusagen diese neuen Reform hergeben.
00:02:34: Also um das zu verstehen erstmal ganz kurz darauf eingehen, was geben die neuen Reformen her?
00:02:39: ich würde es mal in drei Punkten zusammenfassen.
00:02:41: also was interessantes ist dass zukünftig alle Bürger das Recht haben Marken verstöße direkt an Behörden zu melden Und das schafft natürlich so etwas wie eine zusätzliche Kontrollinstanz, indem der Bürger jede einzelne Wang in China Druck auf Unternehmen und ihre Marken ausüben kann.
00:02:59: Und einfach dort und sagen Teil des Systems ist.
00:03:02: Das zweite ist Gerichte können zukünftig auch misspreustische Markenklagen bestrafen.
00:03:09: Das ist ja auch etwas was oft passiert dass bewusst falsche Tatsachen konstruiert werden Und dann Verfahren ausschließlich gelutzt werden, um Wettbewerb oder Druckzusetzungen wie Geld zu machen die sich vielleicht ja auch einfach gar nicht die Anwaltskosten soweit er leisten kann und einfach nicht die Mittel haben.
00:03:25: Und das dritte ist es geht so ein bisschen damit rein dass auch ausdrücklich Markenanmeldung ohne ernsthafte Nutzungsabsicht strafbar sind.
00:03:34: Das heißt wenn ich jetzt einfach nur irgendwelche Markenkorte Spekulativ anmeldet, dann kann das auch mit einem ordentlichen Bußgeld belegt werden.
00:03:43: Insgesamt muss man sagen dass China seit Jahren wird schon deutlich mehr machen.
00:03:46: Das machen sie nicht in erster Linie um international Unternehmen zu schützen sondern einfach Marken berechenbarer zu machen oder die Marken für die Unternehmen um mehr Rechtssicherheit zu bieten und das natürlich auch vor allem für inländische Unternehmens der Nachteil ist.
00:04:03: dadurch steigen auch die Anforderungen Koblines an Markenstrategien An Dokumentation ist ja auch immer ein Vorteil in China, dass alles sehr schnell geht.
00:04:11: Natürlich verursacht das möglicherweise auch Kosten.
00:04:15: Das sind natürlich die Sachen, die dann mitschwingen.
00:04:18: aber ich denke insgesamt ist die Entwicklung positiv und man muss überlegen warum macht China das?
00:04:22: Wenn ich jetzt sage die Einheimischen Unternehmen, China sei mittlerweile so stark, dass sie sagen wir müssen unser geistiges Eigentum ja auch schützen oder nicht?
00:04:31: nur geistige Eigentums kann ja auch optisches Eigentum sein.
00:04:35: Also wir müssen mittlerweile auch mehr machen für unsere Unternehmen, denn die Zeit wo wir alles nur kopieren und abschauen, die sind eben vorbei so!
00:04:45: Und jetzt komme ich endlich zu dem super spannenden Fall.
00:04:47: also es geht um Louis Vuitton und Molli Thieb.
00:04:51: Louis Vuiton brauche ich glaube nicht zu erklären großer Luxuskonzern aus Frankreich.
00:04:55: Molliti vielleicht schon ist ein Milch-Tee Konzern Aus China ja kleinerer Natur.
00:05:01: so.
00:05:03: Hier wurde Urteil gefällt vor wenigen Wochen und zwar wurde Molly zu einer Geldstrafe von rund zehn Millionen RMB Schadensersatz verurteilt.
00:05:14: Hintergrund war, dass man ein Logo angeblich kopiert hatte und sie wurden dementsprechend auch dazu gezwungen dieses Beanstand den Logo einzustellen und ja eine öffentliche Erklärung abzugeben indem Sie das Ganze dann wiederrufen.
00:05:31: Und von der Größenordnung Zimmi und Ambi ist jetzt nicht so viel, das können wir euch vorstellen.
00:05:36: Das ist ungefähr auch ein Prozent des Jahresumsatzdiesunternehmens.
00:05:38: also das ist kein Riesen-Unternehmen und ist verkraftbar aber es hat natürlich schon eine gewisse Auswirkung.
00:05:45: Interessant und wichtig an dieser Stelle ist natürlich um was geht's hier eigentlich?
00:05:48: Also es geht um dieses charakteristische vierblättige Blütenblatt das Revitor seit den neunzig achtziger Jahren einsetzt.
00:05:58: Und ganz wichtig, es ist eine eingetragene Marge auch in China.
00:06:01: Ja also das konnte man damals schon veranlassen, aber ich weiß nicht genau wann sie es eingetragen haben, aber schon vor geraumer Zeit.
00:06:08: und Moliti hat im Jahr zwanzig versucht ein ähnliches Logo selbst registrieren zu lassen und sind damit gescheitert.
00:06:15: Ganz interessant ja!
00:06:16: Also die chinesische Markenamtbehörde hat das abgelehnt Und hat dann aber trotzdem gesagt, irgendwie werden wir es trotzdem versuchen.
00:06:26: Nach dem Motto was in China öfter so ist, vielleicht haben wir ja mehr Erfolg mit der kopierten Variante oder der Rechtsstreit ist günstiger als das, was wir damit am Ende umsetzen können.
00:06:35: So und da hat man das Design landesweit eingeführt und Louis dort gesagt Ja, so geht's natürlich nicht und hat dagegen geklagt und jetzt gewonnen!
00:06:44: Jetzt aber beginnt die eigentliche Geschichte.
00:06:47: Also erstmal noch meine Geschichte.
00:06:48: Moliti kenn ich die Ja, habe ich schon ein, zwei Mal getrunken und zwar ja.
00:06:54: Schon vor einiger Zeit.
00:06:55: Also die gibt es aber nicht so lange.
00:06:56: Es war also die Zeit wo ganz viele Ketten entstanden sind.
00:06:59: Da hat man jede mal ausprobiert.
00:07:01: Wie ist das eigentlich mit mir?
00:07:02: Ich trinke gerne mal Milchtee ohne Bubbles, ohne diese Perlen drin.
00:07:06: Bei mir muss möglichst pur sein.
00:07:07: Ohne irgendwie einen extra.
00:07:08: einfach ein schöner starker Tee und dazu Milch.
00:07:11: Also ja macht auch Simba eine Milchtee.
00:07:15: Und wenn ich jetzt in China auf den Asien bin dann hab' Machotte werden negativ ausgedrückt.
00:07:21: Lennen wir es mal ein Ritual, das ich einmal die Woche im Milchteer trinkt.
00:07:24: Das mache ich in den Ländern wo sie's anbietet also Malaysia Vietnam Thailand China meistens auch von einem oder zwei Ketten weil es gibt dort schon unterschiedlichen gehe ich eher zu höherwertigeren.
00:07:34: Moli würde ich so ja in der Mitte platzieren ist nicht höherwertig aber nicht dass aller billigste.
00:07:39: Und wenn ich in Asien bin, dann gönn' ich mir das immer am Mittwoch.
00:07:42: Das ist so ein Ding, da hab ich die meisten Sachen für mein Report fertig und dann geh ich nachmittags raus und gönnen wir das und dann genießt es auch, spinniere mich, dass ich das täglich holte.
00:07:50: Sag auch aus dem Ende kein Gesundheitsproduktes.
00:07:52: aber auch, wenn man die richtige Qualität holt, ist auch kein schlechtes Produkt natürlich ohne Zucker, wen sie interessiert also abgesehen von dem Milchzucker der unten hinten drin ist und ja so habe ich auch Moly Tee sozusagen kennengelernt, wobei Molli-Tee gibt es glaube ich wirklich nur in China.
00:08:06: Viele expandieren ja auch international, komme ich gleich nochmal dazu.
00:08:09: Molliti müsste sich nicht als die auch schon anders geben.
00:08:13: So warum aber war diese Klage erst der Anfang?
00:08:17: Ja denn nur wenige Stunden nachdem das Urteil gefällt wurde explodierten wieder mal in China die sozialen Medien und viele haben sich Mollitie angeschlossen und haben Louis Vuitton auf der anderen Seite stark kritisiert.
00:08:32: Sie haben sich dem Chinesen hier angeschlossen und solidarisiert, und der Hintergrund ist das man gesagt hat.
00:08:39: also ja Moment wer hat ihn jetzt erst kopiert?
00:08:42: denn dieses Blütenblatt oder diese blühten Blätter muss man ja sagen von Nui Vitor die stammen höchstwahrscheinlich auch irgendwo aus China.
00:08:52: Die Interpretation am Ende überlasse ich jedem selbst.
00:08:55: aber es ist eben so dass dieses Symbol sich sehr wahrscheinlich sehr stark an der traditionellen Bausiang Blume orientiert hat, also das Ornament.
00:09:04: Und das wurde bereits in der Tang-Dynastie in Malereien verwendet.
00:09:08: Manche sagen auch in der Handdynasties ist eine klasse Gartenfensterpflanze in Südschina schon immer gewesen und natürlich kann man von dieser Seite auch argumentieren.
00:09:21: Also man sagt hey Lu wie du hast sich hier dem chinesischen Element bedient?
00:09:27: gar kein Problem, haben wir nie was gegen gesagt.
00:09:28: Moment!
00:09:29: Aber wenn ihr jetzt anfängt uns dafür zu verklagen dann haben wir hier ein Thema.
00:09:33: so ungefähr ging das und im Netz haben sich eben ungefähr acht Prozent der Beiträge für Moliti ausgesprochen.
00:09:40: viele sind dann sogar extra zu dem Laden hingerannt haben da einen bestellt.
00:09:44: Das wird jetzt nicht besonders nachhaltig sein aber es ist schon bemerkenswert was dass dann auch für eine Dynamik entwickeln kann.
00:09:52: Und viel haben wir.
00:09:53: ehrlich gesagt, Louis Vuitton hat den Prozess auch einfach zu unrecht gewonnen.
00:09:56: Ich würde aber sagen man kann es erstmal so zusammenfassen juristisch.
00:10:00: Hat Louis Vuiton wahrscheinlich vollkommen recht?
00:10:02: Das kann ich jetzt hier aus der Fernsehe als Hobby-Jurist glaube ich einfach mal sagen.
00:10:06: Kulturell ist es aber wieder was anderes und da haben viele Chinesen das eben anders gesehen.
00:10:12: So!
00:10:14: Das ist glaube ich etwas was man trotzdem nochmal vertiefen muss also... klare Antworten, Louis Vuitton.
00:10:23: Aber die Gesellschaft beantwortet eine andere Frage und zwar die Empfinden des Menschen also die Wahrnehmung ist ein Anspruch überhaupt legitim?
00:10:35: so muss man es glaube ich formulieren.
00:10:36: so Beides kann gleichzeitig in irgendeiner Form stimmen aber in so einem Fall entscheidet dann natürlich erstmal der Verbraucher.
00:10:44: klar Louis Vuiton muss die Marke irgendwie verteidigen verstehe ich auch und gerade Luxusunternehmen lebt ja auch irgendwo davon, dass die Logos weltweit geschützt werden.
00:10:53: Also ja ich sag mal so wenn man Asien lebt dann sieht man natürlich mehr Gepfegdolovitortaschen als Richtige.
00:10:59: Ich glaube das ist auch selbstverständlich nicht nur Taschen und auch andere Sachen also nicht da sie so unterscheiden können.
00:11:08: aber ich sehe manchmal Leute von denen ich davon ausgeht, dass sie möglicherweise nicht das Original tragen aus Frankreich und auf der anderen Seite habe Auch in dem Stichwort Goa Chao, ich weiß nicht wer das doch kennt.
00:11:20: Habe ich auch schon mal vorgestellt heißt so was wie nationale Welle.
00:11:24: da geht es dann eben darum dass Konsumenten sich stärker für die eigene Kultur Für die historischen Wurzeln interessieren als ist noch in der Vergangenheit der Fall war.
00:11:33: und ja also ein gutes Beispiel.
00:11:35: Ich glaube früher hätten sogar viele Chinesen gesagt Ja sie haben recht weil wir wollen auch original Louis Vuitton tragen Und wir wollen nicht das welche diese Sachen irgendwie kopieren.
00:11:45: Heute sagt die Generation, das ist völlig egal.
00:11:47: Wir tragen eh kein Louis Vuitton mehr.
00:11:48: wir wollen aber die chinesische Kultur ein bisschen schützen so wird es formulieren.
00:11:53: und dann habe ich eben diese sehr emotional Dynamik Und entwickel hier einen markenrechtsstreit der weit über Die reine Justiz ja verfolge hinaus geht.
00:12:05: So am ende ging es natürlich nicht mehr um die blume sondern um die identität von China und ich glaube Es ist auch ein bisschen dem kulturellen Selbstverständnis von China geschuldet, auch das habe ich schon mal glaube ich erklärt.
00:12:18: In meinem Buch habe ich es auch so ein bisschen ausgeführt aber gar nicht so wie jetzt ausdrücke und zwar wir wissen ja dass wir uns in China auch immer gerne bedient haben an dem was uns gefallen hat oder was wir für nützlich empfunden haben.
00:12:36: also da gehe ich im buch eher auf sowas ein Boxeraufstände und auch früher wie zur Zeit der Opiumkriege China behandelt wurde.
00:12:45: Aber was zum Beispiel auch sehr interessant ist, da sind wir jetzt auch so bei diesem Thema ist ja Kunstraub das China bis heute uns vorwirft.
00:12:52: oder vielen Ländern ich glaube auch das kann man schwer abstreiten in viele chinesische Schätze sind bis heute irgendwo in Europa in Frankreich in England weiß gar nicht Deutschland haben die auch ein bisschen was.
00:13:01: aber es fallen in den Ländern Und dann muss man durch ganz besonders drauf aufpassen.
00:13:08: Also nicht die Englern und die Franzosen nur auf die Gegenstände, sondern dass einem quasi bewusst ist, das es auch ein eureigischer Punkt ist für viele Chinesen wenn wir über sowas sprechen dann sagen sie ja habt ihr schon so viel von uns geklaut ungestohlt?
00:13:21: Und jetzt hier auch noch sozusagen unserer Marken irgendwie verzerrt und klagt da gegen unseren eigenen Land.
00:13:28: also jetzt hört's aber auf Ja ich rede einfach so bisschen wie in chineses hier argumentieren würde und denken würde und finde das sehr interessant dass man nicht unbedingt klagen muss, hat ein anderer Fall gezeigt.
00:13:39: Jetzt wird es amisant und zwar Dior!
00:13:43: Und jetzt kommen wir zur zweiten Milch-Tekette am heutigen Tag.
00:13:45: Das ist nicht Dior sondern Jaji und Jaji ist gleichzeitig meine Lieblingstekette.
00:13:49: also wenn ich normalerweise in China bin und die gibt's mittlerweile auch woanders, das ist keine Werbung.
00:13:53: Irgendwo ist auch das Klärmerspiel investiert ins Unternehmen läuft nicht so gut macht aber nix.
00:13:58: dafür schmeckt der Milch den nach wie vor sehr sehr gut und die kommt ursprünglich aus Yunnan.
00:14:04: Doch das ist eine sehr besondere Provinz, eine sehr traditionelle.
00:14:08: Und ich muss sagen Dior kenne ich im Prinzip gar nicht außer vom Namen.
00:14:12: so oder jetzt die Recherche betrieben haben musste sich ein bisschen schmunzeln weil Chachi hat ein ganz besonderes Design.
00:14:19: also die Taschen sind auch sehr bekannt.
00:14:21: viele haben ja auch schon mal gesehen damit ist Chachi eigentlich auch so bekannt geworden weil viele einfach auch die Tasche mitnehmen was ich sehe auch ganz viel Leute die waren einmal vielleicht bei dem Laden dann war mir die Taschel mit dabei und ich sag mal so Eine gewisse Parallele dieser blau-weißen Ästhetik lässt sich glaube ich schwer abstreiten.
00:14:37: Also die Joa, ich wusste nicht dass die Joaa das quasi schon sehr sehr lange hat.
00:14:41: also sie haben ja eine ganz spezielle Optik und wenn man das mal eingebt dann sieht man Ja!
00:14:46: Das kann man glaub ich schwer abstreiten.
00:14:47: aber auch dort ist es wieder so...ja?
00:14:50: Ich würde zustimmen dass Chachi das wahrscheinlich übernommen hat.
00:14:54: Aber woher kommt's ursprünglich?
00:14:56: Und da ist eigentlich auch relativ unstrittig Dass man sich dort Initial, sprich bei Dior an der Porzellan-Kunst aus China orientiert hat.
00:15:06: Übrigens habe ich an dieser Stelle noch eine persönliche Anekdote, weil letztes Jahr in Peking in dem Museum da gab es ganz viel Geschirr, muss mal Lapida ausdrücken also ganz viele Porzellen, ganz viele Utensilien aus den früheren Denastien und da gab's eben auch die Porzelen rein.
00:15:24: und ich dachte erst werden wir uns immer meiner Großmutter gelandet.
00:15:29: Ich bin tatsächlich gerade bei meiner Großmutter in Dresden, denn die hat ganz viel so weiß Porzellan mit blauen Bemalungen.
00:15:35: Ja warum?
00:15:36: Meistens ist hier um die Ecke und meistens ist die Porzellenhochburg in Deutschland.
00:15:40: Und ganz viel davon wurde entweder ursprünglich mal sogar aus China geholt oder ich glaube einfach inspiriert.
00:15:48: Man hat sich inspirieren lassen aus China.
00:15:50: So!
00:15:51: Und man hat eben auch diese Muster und dieses Design teilweise übernommen.
00:15:55: Und das hat sehr wahrscheinlich auch Dior gemacht, ohne dass ich das in der Form unterstellen kann oder dass sich das kritisiere.
00:16:02: Wir müssen uns klar machen wir sind glaube ich immer nur davon ausgegangen, dass die Chinesen bei uns sich Sachen abschauen haben sie viel gemacht aber viele gerade Designs, viele Muster kommen ursprünglich irgendwo aus Asien.
00:16:15: Die müssen doch nicht immer aus China kommen ja aus Indien kommt ganz viel so.
00:16:20: und jetzt ist eben so Die Joa auch sagen kann, wir müssen einen Stießen historisch in sein Stil verteidigen.
00:16:26: Sie haben sich aber gegen die Klage entschieden und haben sozusagen ja dadurch diese juristische Ausgangslage anders bewertet und das auch strategisch am Ende anders umgesetzt.
00:16:39: Es sind natürlich immer Interessante so zu ver-einfachen.
00:16:42: ich sage jetzt Ja.
00:16:43: also sie haben sozusagen den protiziellen PR Schaden abgewandt und hier den schlaueren Weg gewählt.
00:16:49: Ich meine es ist noch nicht komplett verwerflich, wenn man seine Marken schützt.
00:16:54: Also kann ich jetzt das Gebiet auch nicht vorwerfen?
00:16:56: Man muss sich aber glaube ich manchmal bewusst sein was passiert, wenn sich die Zielgruppen überschneiden und da ist natürlich ein Problem weil die Joa-Käufer möglicherweise auch den Jati trinken oder umgedreht und dann ist es spätestens ein Interessenskonflikt.
00:17:13: und da muss ich mir genau überlegen habe ich nicht vielleicht sogar einen Vorteil?
00:17:19: einer sagt vielleicht im Moment, wenn ich fertig die Diortasche kriege mit meinem Milchstehler brauchst du ja gar nicht mehr.
00:17:25: Andere sagen moment es ergänzt sich ja super ich kaufe jetzt beides.
00:17:28: also das ist nicht ganz einfach und an dieser Stelle verlässt natürlich auch mein Kompetenzrahmen hier komplett in Bodgas denn ich bin absolut kein Experte für Mode oder Design.
00:17:39: Und ja sieht man noch meinen T-Shirts da ist nochmal gar nichts drauf Und insofern ist es nicht ganz einfach, das so zu bewerten.
00:17:46: Aber klar eine aggressive Klage kann die kulturelle Debatte hier eher anheizen und negative Auswirkungen haben auf eine Marke oder auf der anderen Seite kann manchmal die beste Markenstrategie sein gar nichts zu tun.
00:18:02: ja also Das fand ich sehr interessant, passt irgendwie so ein bisschen.
00:18:07: Wir haben Parallelentwicklung mit China die versuchen Marken besser zu schützen.
00:18:11: auf der anderen Seite sehen wir nur weil auch mehr Rechtssicherheit besteht.
00:18:14: heißt es nicht dass man das dann so viel besser ausleben kann seine eigene Marke dadurch unbedingt Auch in der realen Welt viel viel besser schützen kann?
00:18:24: Ich glaube was wir lernen können ist zum einen China wird beim Schutz von von geistigem Eigentum oder eigentlich generell professioneller.
00:18:32: Die Reform zeigt das.
00:18:34: Aber recht alleine ist nicht das, was dich schützt.
00:18:38: Vor allem eben nicht in China.
00:18:40: Das spielt noch ganz andere Faktoren eine wichtige Rolle und Unternehmen müssen eben nicht nur Prozesse gewinnen sondern am Ende sozusagen die Gesellschaft, die Kunden.
00:18:49: und da gibt es viele Wege oder vielleicht auch Wege, die man nicht einschlagen sollte.
00:18:54: Es sind aber auch keine Ratgeber an die Firmen.
00:18:56: Nur ein Hinweis denn das zeigt mal wieder wie viel schichtig und ambivalent China sein kann!
00:19:03: Das war's für heute.
00:19:04: Danke fürs Zuhören, bis zum nächsten Mal!
Neuer Kommentar