Kleiner Unfall, großes Misstrauen – so funktioniert China wirklich

Shownotes

China ist ein Land, in dem Vertrauen bis heute ein Stück weit Mangelware ist. Doch ein Trend der letzten Jahre kann dieses auf eine andere Weise nun rehabilitieren in der Gesellschaft. Wie genau und warum das gerade bei uns denkbar wäre, kläre ich in dieser Episode.


Erwähnte Briffe:

- Guanxi: Vertrauen in konzentrischen Kreisen


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Transkript anzeigen

00:00:06: Und damit ganz herzlich willkommen zu einer neuen Episode meines Podcasts.

00:00:11: China Calling, Huan Yang, Nímen Lai.

00:00:16: Ja, das ist die letzte reguläre Podcast Episode, zwanzig.

00:00:21: Es wird noch zwei geben, Sonderfolgen zwischen den Jahren.

00:00:24: Ich lasse euch nicht alleine, ich produziere weiter Content anderweitig auf YouTube und so weiter.

00:00:29: Aber das wird sozusagen die letzte Episode sein, wo ich jetzt direkt zu euch hier sprechen, möchte auf diesem Weg auf jeden Fall auch schon mal Danke sagen, viel Unterstützung, euch schöne Weihnachten wünschen, auch schon mal einen guten Rot, vielleicht sage ich das noch ein paar Mal, aber besser als das ich es vergesse und möchte heute auch über ein Thema sprechen, was sich ein Stück weit indirekt zumindest mit Weihnachten beschäftigt und zwar mit dem Thema Vertrauen.

00:00:55: Wie passt Vertrauen in Weihnachten?

00:00:57: Klingt fast ein bisschen wie eine Plattitüde, aber Tatsächlich ist ja auch so, dass wir an Weihnachten normalerweise die Leute treffen, denen wir meisten vertrauen, behaupt ich mal.

00:01:07: Also vor allem Familienangehörige oder eben enge Freunde.

00:01:12: Und genau deshalb passt das auch ganz gut.

00:01:15: Vor allem, weil wir natürlich hier auch wieder relativ einfach ein Bogen zu China kriegen.

00:01:20: Das ist ein Land, dem viele Leute misstrauen, aber auch in China gibt es viel Misstrauen.

00:01:27: Und deshalb ist es besonders aufschlussreich.

00:01:31: Also dieser, sagen, doppelte Misstrauensbogen.

00:01:34: Das ist kein Zufall, hat viele Gründe.

00:01:37: Und die möchte ich heute ein bisschen durchleuchten.

00:01:39: Und dazu habe ich eine kleine Weihnachtsgeschichte mitgebracht.

00:01:43: Das ist eine Geschichte, die sich zu zugetragen hat.

00:01:47: Ich löse danach auf, woher ich die genau habe.

00:01:50: Nee, genau mache ich es nicht.

00:01:52: Dazu gleich mehr.

00:01:53: Aber sie beschreibt sehr gut ein Beispiel und wie.

00:01:57: Komplex letztendlich dieses Thema ist.

00:01:59: Und ich erzähle das Ganze aus der Ich-Perspektive.

00:02:03: Warum?

00:02:04: Das erfahrt ihr, wie gesagt, gleich.

00:02:07: Ich war kürzlich in China unterwegs auf einem Wochenentrieb außerhalb vom Peking.

00:02:11: Wir hatten ein Auto gemietet und wollten einen Abschnitt der großen Mauer besuchen.

00:02:15: Eigentlich einen spannenden Ausflug bis auf dem Parkplatz ein Auto vor uns rückwärts fuhr und direkt in uns hinein.

00:02:23: Wichtigen aus, kein Totalschaden, kein Drama.

00:02:26: Fünf Leute stiegen aus dem anderen Auto, ältere Leute, so rentner, ausschubmäßig.

00:02:32: Der Fahrer, groß, vielleicht Ende sechste, irgendwie ein bisschen verwirrt und man sah, irgendwie wird das wahrscheinlich hier nicht ganz so locker gelöst, wie wir es vielleicht im ersten Moment gedacht hatten.

00:02:43: Erst schweigen, alle kommen auf den Schaden und dann ging die Konversation los.

00:02:50: Schau nicht so schlimm aus eigentlich, sagt der mein Mitfahrer.

00:02:54: Ich denke, bei den Kosten das können wir uns später noch einigen.

00:02:56: Ich denke, wir tauschen einfach nur WeChat.

00:02:58: Also WeChat ist der erst.

00:03:00: WhatsApp von China.

00:03:01: Wir tauschen einfach nur WeChat aus und melden uns dann.

00:03:05: Wir können das dann überweisen.

00:03:06: Das sollte alles so passen.

00:03:08: Und auch ich dachte in dem Moment, das ist nett, das ist pragmatisch, kein Stress.

00:03:12: Ich glaube, genau so sollten wir es eigentlich lösen.

00:03:15: Doch.

00:03:15: Ich lag scheinbar völlig falsch.

00:03:17: Denn die Reaktion der anderen Seite war nicht okay fair, lass das mal so machen, sondern sie ging relativ schnell auf Abwehr.

00:03:25: Rechat, das heißt zahlen.

00:03:27: Warum sollen wir zahlen?

00:03:29: Ihr seid uns reingefahren.

00:03:30: Warum sollen wir irgendwas zahlen?

00:03:33: Diese Dreistigkeit wollte ich mir natürlich nicht spieten lassen.

00:03:36: Also habe ich das gemacht, was man sinnvollerweise auch in China in so einer Situation macht.

00:03:42: Man ruft erst mal irgendwo an.

00:03:44: Ich habe zunächst die Versicherung angerufen von dem Auto, die relativ schnell gesagt hat, mmh, ruft mal besser die Verkehrsprozesse an, alles klar.

00:03:51: Verkehrsprozesse angerufen, dort habe ich eigentlich damit gerechtert, dass man sagt, ja, wir sind gleich da, was ja in China normalerweise auch passiert, sonst weiß theoretisch nicht mehr geht.

00:04:03: Doch auch hier lag ich falsch.

00:04:04: Ich wurde zunächst meiner Frau vertröstet und dann kurz danach rief tatsächlich ein Polizist zurück, aber nicht mit, wir kommen irgendwann, sondern... Er hat in einem sehr schwer verstehbaren Dialekt zunächst gebeten, das Handy dem Fahrer des anderen Autos zu geben.

00:04:23: Und jetzt begann ein relativ absurdes Ping-Pong.

00:04:27: Der Polizist sprach mit dem anderen Fahrer dann wieder mit uns, dann wieder mit ihm.

00:04:32: Du merkst, irgendwie versucht die Polizei das komplett ohne Anwesenheit zu klären.

00:04:38: So nach dem Motto, wenn beide Seiten das gleich bestätigen, muss ich ja gar nicht rausfahren.

00:04:43: Aber die andere Seite bestätigte es eben nicht.

00:04:47: Und der Fahrer, nur nicht mal aggressiv, war eher verwirrt.

00:04:52: Wir warten weiter.

00:04:53: Wir standen da bestimmt eine Stunde.

00:04:56: Es wurde langsam sogar schon ein bisschen dunkel.

00:04:58: Unsere Autos haben dort sogar die Einfahrt blockiert.

00:05:00: Also spielte ich zwischendurch den Verkehrspolizisten und winkte ein paar Autos um uns herum.

00:05:06: Dann kam noch ein Lebenfigur hinzu.

00:05:08: Ein BMW aus Peking.

00:05:10: Er hielt an.

00:05:11: Cooler Typ.

00:05:12: kaut ein paar Sonnenblumenkerne und beachtete das Ganze so ein bisschen argwünnig und sagte dann lässig, ach komm, gebt dem anderen einfach ein paar Jahren.

00:05:22: Es geht weiter, Zeit ist wertvoll.

00:05:25: Und ich dachte, ja, so recht hatte er.

00:05:29: Doch dieser Satz hilft gar nichts.

00:05:30: Im Gegenteil, die andere Seite war jetzt eschufvierter denn je.

00:05:34: Alles eure Schuld, weil ihr die Brotzeigrufe noch ein bisschen wehe jetzt hier stehen.

00:05:39: Ein typischer Mechanismus.

00:05:41: wenn Vertrauen fehlt.

00:05:42: Es geht nicht um Wahrheit, es geht um Dominanz und Narrative.

00:05:45: Wer ist schuld, das ist jetzt unangenehm.

00:05:49: Mein Kumpel versuchte währenddessen an Kameramaterial zu kommen.

00:05:53: Da war eine Mitarbeiterin in so einem kleinen Häuschen an dem Parkplatz und sie sagte nur, ja, der Typ, der normalerweise die Videos aus dem Handy abrufen kann, der ist heute nicht da.

00:06:02: Aber sie versuchte ihn zu erreichen.

00:06:04: Auch das ist China.

00:06:06: Manchmal bist du abhängig von einer Person.

00:06:09: Irgendwann kamen endlich die Polizisten.

00:06:12: Zwei Stück.

00:06:13: Sie schauten sich die Autos an und du hast in den Gesichtern bereits gesehen, sie wissen sofort genau, was passiert ist.

00:06:20: Keine komplexe Rekonstruktion oder große Fragen.

00:06:25: Der Polizist ging direkt zum anderen Fahrer und sagte sinnesgemäß, wenn ihr einverstanden seid, machen wir das online.

00:06:33: Wenn nicht, kommt ihr Montag auf die Polizeistation.

00:06:37: und da Prach auf einmal etwas.

00:06:41: Der Fahrer realisierte plötzlich, er musste es ja gar nicht aus eigener Tasche zahlen.

00:06:47: Das geht über die Versicherung.

00:06:49: Es geht nicht darum, dass er jetzt persönlich Geld verliert.

00:06:52: Es ging eigentlich die ganze Zeit darum, dass er die Unsicherheit los wird.

00:06:57: Und dann sagt er ganz, klein laut und entschuldigend, ich hatte noch nie einen Unfall.

00:07:03: Ich wusste nicht, was man macht.

00:07:05: Und jetzt wird es richtig komisch.

00:07:07: Weil auf einmal kippt ihr die Stimmung von Konfrontation zu Kooperation.

00:07:11: Die ältere Leute, die eben noch gelogen hatten, werden plötzlich klein laut.

00:07:17: Und dann hatten wir plötzlich auch noch das tatsächliche Kameravideo.

00:07:21: Und dort war es klar, klar, unser Auto steht still.

00:07:24: Der andere verdrückt wir jetzt an uns rein.

00:07:27: Aber der Moment, der bei mir hängen geblieben ist, war ein anderer.

00:07:32: Auf dem Video hört man sogar unsere Stimmen.

00:07:33: Ich fahre die Frau im Häuschen.

00:07:36: Wer schreit da?

00:07:37: Wachen der Leute, die das live beobachtet haben und sie sagt, nein, das weit ihr.

00:07:44: Fenster geschlossen, Abstand, trotzdem haben wir Ton.

00:07:48: Das heißt, diese Kamera ist nicht nur Kamera, sie ist eine Smart-Kamera.

00:07:54: Sie ist sensibel und war auf uns fokussiert.

00:07:57: Von diesem Moment spürst du, hier ersetzt ihr jetzt Technologievertrauen.

00:08:03: Der andere Fahrer und mein Kumpel stehen nebeneinander, ein paar Minuten später, posieren für ein offizielles Foto.

00:08:10: Die Honig der Geschichte, also wären sie Freunde auf einem Ausflug, direkt vor einem historischen Kaisermausoleum.

00:08:15: Und alle lachen plötzlich, weil es so surreal ist.

00:08:19: Und jetzt kommt das eigentlich Faszinierende.

00:08:22: Nach dem ganzen Theater helfen wir ihnen, also der anderen Partei, dem anderen Auto sogar noch, ihre Versicherung anzurufen.

00:08:29: Warum?

00:08:30: Weil sie es nicht können.

00:08:31: Weil sie nicht wissen.

00:08:33: wie man es macht.

00:08:35: Wir erklären ihm quasi den Prozess, obwohl sie eben noch versucht haben, uns die Schuld zuzuschieben.

00:08:43: Ende der Geschichte.

00:08:45: Von dem kommt die.

00:08:47: Sie kommt von dem Leiter eines Think Tank in China, von einem Chinesen, den ich selbst persönlich sogar in Shanghai, die ich sehr getroffen habe.

00:08:57: Das war ein Artikel oder Auszug aus einem Artikel von ihm, den er veröffentlicht hat dieses Jahr.

00:09:03: Den Namen kann ich euch nicht nennen.

00:09:05: Das mache ich zwar selten.

00:09:06: Normalerweise nenne ich immer meine Quellen.

00:09:08: In dem Fall kann ich es nicht.

00:09:10: Liegt auch daran, dass diese Person nicht so einfach zugänglich ist, nicht so nörflich gesteht, ist aber absolut glaubwürdig.

00:09:17: Wie gesagt, ich habe ihn auch getroffen.

00:09:18: Dieses Jahr konsumiere von ihm viele Inhalte.

00:09:21: Er ist einer meiner wichtigsten Quellen, wenn es auch im Investment relevante Themen geht, die nicht einfach so online ohne weiteres verfügbar sind.

00:09:33: Ganz spannender Mensch und er hat diese Geschichte selbst erlebt und war selbst überrascht, wie sich das entwickelt hat und ich fand interessant, wie er das dann auf sozusagen die Technologie projiziert hat.

00:09:45: Denn ja, China ist immer noch im Prinzip eine Low-Trust-Gesellschaft.

00:09:50: Also Niedrig-Vertrauensgesellschaft in Deutschland klingt wirklich nicht gut, deswegen sage ich mal Low-Trust.

00:09:55: Und das hat natürlich verschieden Hintergrund.

00:09:57: Das hängt vor allem auch... Damit zusammen, weil wir natürlich in China bis vor wenigen Jahren noch eine brutale Armut hatten, eine Umbrüche, Migration, politische Kampagnen.

00:10:07: Und das hat über Jahrzehnte hinweg Vertrauen zerstört, auch innerhalb der Gesellschaft.

00:10:11: Und wenn du nicht weißt, ob denken übermorgen noch da ist, wann welche Regeln sich wieder ändern, wie die Institutionen schwanken, dann verlässt du dich halt auf abstrakte Systeme.

00:10:25: Und ja, auf Menschen, die du kennst, muss man sagen.

00:10:28: Ja, und ein rechtes Thema haben wir natürlich in China so auch nicht.

00:10:31: Da hab ich auch schon mal drüber gesprochen, das ist dann natürlich insofern relevant, weil dieses Quancy, Quancy heißt der genaue Beziehung, ist aber ein Begriff, der es nicht ausreichend beschreibt, also dass ich im Prinzip Wert auf diese zwischen Menschenbeziehung, auf Vertrauen leg, aufgrund von gewissen Verhaltensweisen.

00:10:51: Quanticis im Prinzip, Vertrauen in konzentrischen Kreisen, also das heißt, dass ich den innersten Kreis habe, meine Familie, da habe ich absolutes Vertrauen.

00:11:01: Dann kommen enge Freunde, Studienkollegen, langjährige Geschäftspartner, aber es ist sozusagen nicht bedingungslos.

00:11:09: Es muss gepflegt werden, ich habe gegenseitigkeit, Loyalität, Erinnerung, spielt eine ganz große Rolle und das ist insgesamt ... Ein Phänomen, was in Hasien öfter vorkommt, ist China aber ganz speziell und auch ein Grund ist, warum eben das Vertrauen deutlich geringer ist als Nenner wie Deutschland, wo auch ein Stück weiter einfach durch die Gesetze, wo es ersetzt wird und wir einfach auch aufgrund historischer Entwicklung mehr Vertrauen haben, auch zwischen Leuten, die sich nicht besonders gut kennen, wo ich nicht sofort mit extremer Skepsa alles rangehe, gerade mit Verträgen.

00:11:48: Das ist sicherlich der größte Unterschied auch für Geschäftspartner, immer wieder wichtig.

00:11:54: Und jetzt haben wir sozusagen die Technologie als neue Vertrauensmaschine, weil es sehr interessant ist.

00:12:01: Und im Westen sehen wir oft, dass dieses ganze Konzept gerade mit Überwachung auch oft extrem negativ konnotiert ist.

00:12:11: Aber die Chinesen versuchen eigentlich jetzt nicht komplett das... alte beziehungsbasierte Modelle abzuschaffen, sondern eben zu ergänzen, also auch durch digitale Identitäten durch im Geschäftsbereich, durch schwarze Listen für Schulden, aber eben das Ganze viel besser zu kontrollieren.

00:12:34: Und ich habe auch schon oft gesagt, es ist in China zum Beispiel so, dass du fast alles, was digital ist, mit einer Registierung irgendwie verknüpfen musst, also mit deiner Handynummer.

00:12:43: Und da ist per Definition dein Ausweis oder deine In China die Schlesen-Rei-D-Nummer, für mich ist dann die Ausweis-Nummer vom Reisepass dran.

00:12:53: Und damit schafft man halt ein Stück weit mehr Sicherheit einfach bei der Nutzung und bei der täglichen Interaktion.

00:13:02: Und natürlich spielt auch das Thema mit der Kammerbewachung eine Rolle.

00:13:06: Wie gesagt, das ist überhaupt nichts, was mich jetzt irgendwie jemals in China gestört hat.

00:13:10: Übrigens auch hier, wenn ich in Bangkok bin oder so, das ist absolut omnipräsent theoretisch.

00:13:16: Ich bin mir sicher, dass die hier nicht die Auswahlungsmöglichkeiten haben.

00:13:20: In meiner kleinen Geschichte war das natürlich beeindruckend, weil die das die ganze Zeit voll auf dem Schirm hatten.

00:13:24: Die wussten, wann und was passiert ist.

00:13:26: Und man schätzt das oft.

00:13:28: Aber es ist einfach natürlich aufgrund des Vorfalls.

00:13:32: Also man hat sich nicht vorstellen, dass mir jetzt als einzelner Mensch die ganze Zeit beobachtet wird.

00:13:37: Das geht ja logischerweise auch gar nicht.

00:13:40: Denn dazu bräuchte ich ja sozusagen nochmal dieselbe Menge an Leuten, die irgendwo sitzen.

00:13:44: Das macht hauptberuflich.

00:13:46: Das funktioniert natürlich so nicht, aber sobald was passiert, ja, könnt ihr euch vorstellen, dann ist das im Prinzip auf dem Schirm von den richtigen Leuten buchstäblich.

00:13:57: Also, das wollen viele im Westen nicht so sehen und viele haben auch Angst ein bisschen davor, aber für viele Chinesen ist eben technologisch keine Überwachung, sondern der Schutz vor Betrug, Chaos und Willkür.

00:14:11: Vertrauen von außen habe ich angesprochen, will ich aber heute nicht groß zu überreden.

00:14:15: Natürlich haben wir auch großes Misstrauen gegenüber China, das ist bekannt, vor allem auch in dem Investorenumfeld natürlich wichtig, aber auch da arbeitet China dran.

00:14:24: China ist sich dessen bewusst, dass sie viel Vertrauen verloren haben und sind auch bemüht, es wieder reinzuholen.

00:14:31: Das einfachste Beispiel ist, dass sie jetzt die Wiesnungsfreie Einreise nochmal verlängert haben, hängt nicht nur mit Geschäftsinteressen zusammen, sondern natürlich auch dass der Austausch geführt wird, dass sie damit mehr Vertrauen geschaffen haben, weil ganz viele nach China kommen und sagen, eigentlich ist China ganz in Ordnung.

00:14:50: Ganz vieles, was uns in den letzten Jahren erzählt wurde, können wir eigentlich so nicht bestätigen.

00:14:55: Das heißt, China will einfach auch brechenbarer werden, zugänglicher, normaler wahrgenommen werden und versucht das eben auch über diese Wege.

00:15:05: war so weit meine kleine Geschichte.

00:15:08: Ich beende das Ganze jetzt nochmal mit den letzten Sätzen aus dieser Weihnachtsgeschichte, wenn man es denn so nennen darf, denn die fand ich trotzdem irgendwie bemerkenswert und zeigt auch, dass auch in China sehr hilfsbereite Menschen haben und Menschen, die trotzdem auch pragmatisch versuchen, Lösungen zu finden.

00:15:30: Und ich behaupte mal, Da machen sie keinen großen Unterschied zwischen Chinesen und Ausländern.

00:15:35: Das darf man nämlich auch nicht vergessen.

00:15:37: Dass wir mal denken, wenn wir mal hin kommen als Ausländer, werden wir sozusagen sofort über den Tisch gezogen.

00:15:42: Aber die Chinesen machen das untereinander natürlich auch.

00:15:45: Helfen sich aber auch in das Ganze.

00:15:46: Habe ich auch immer in China selbst so erlebt.

00:15:49: Mehr als in anderen Ländern.

00:15:50: Da ist es weniger so.

00:15:52: Das ist verbreiteter, dass du abgezogen wirst.

00:15:54: Und diese Erfahrung habe ich in China sehr selten gemacht oder nur in Orten, wo du auch zum Beispiel weißt, die würden aber auch für eigenen Leute abziehen.

00:16:01: Nicht, was ich jetzt speziell auf mich beziehen kann.

00:16:04: Also, ich ende mit den letzten Sätzen.

00:16:07: Und jetzt kommt es eigentlich Faszinierende.

00:16:10: Nach dem ganzen Theater helfen wir Ihnen sogar noch, Ihre Versicherung anzurufen, weil Sie es nicht können.

00:16:16: Weil Sie nicht wissen, wie man es macht.

00:16:19: Wir erklären Ihnen quasi den Prozess, obwohl Sie eben noch versucht haben, uns die Schuld zuzuschieben.

00:16:26: Ich wünsche euch vor Weihnachten, genießt die Feiertage.

00:16:30: vor allem mit den Leuten, denen ihr vertraut und mit denen ihr am liebsten zusammen seid.

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